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Justus-von-Liebig-Hauptschule


Ansicht Hauptgebäude
Ansicht Schulhof und Klassenhäuser

Die Hauptschule

 

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundschule können alle Schülerinnen und Schüler die Hauptschule wählen. Der Unterricht in den Klassen 5 und 6 setzt die vertrauten Arbeitsweisen der Grundschule fort. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren persönlichen Leistungsmöglichkeiten Unterrichtsinhalte der Grundschule nachholen, sie erfahren so eine Förderung, und werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt. Die Überschaubarkeit des Lernstoffs und eine anregende Lernatmosphäre fördern Leistungsbereitschaft und ermöglichen neue Erfolgserlebnisse.

Die Justus-von-Liebig-Schule ist eine Ganztagshauptschule. Um den Schulbetrieb in Ruhe durchzuführen, hat die Schule einen Stundentakt von 60 Minuten, dadurch wird Kontinuität in den Schulalltag gebracht. Die Schülerinnen und Schüler werden an vier Tagen in der Woche bis 15.00 Uhr unterrichtet und haben an einem Tag in der Woche festen Unterricht bis16.00 Uhr. Außerdem gibt es zurzeit montags und donnerstags zusätzlich freiwillige Arbeitsgemeinschaften je nach Bedarf in der Zeit von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Freitags endet der Unterricht um 13.00 Uhr. Ein schülergerechtes warmes Essen wird in der Mittagspause angeboten. Es besteht ein abwechslungsreiches Lern- und Freizeitangebot für den Nachmittag, das durch einen außerschulischen Partner (Arbeiterwohlfahrt) betreut wird.

In 2012 ist die Justus-von-Liebig-Schule in einen Neubau gezogen. In dem Schulneubau wurde das Konzept  "Architektur als dritter Pädagoge" von Professor Hübner verwirklicht. Die Kinder arbeiten in Klassenhäusern in kleinen Lerngruppen und verwalten mit großer Eigenverantwortung ihre Räum­lichkeiten. Sie gestalten die Gemeinschaft und ihren Schulalltag und werden in ihrem sozialen und kulturellen Engagement sowie der Eigenverantwortung gefördert.

Alle Klassenhäuser sowie die naturwissenschaftlichen Räume sind mit SMART-Boards ausgestattet.

 

Wie verläuft die Schullaufbahn?

 

Die Hauptschule unterrichtet Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Diese umfasst die Jahrgangstufen 5 - 10.

Die Klassen 5 und 6 gelten - ebenso wie in den Schulformen Realschule und Gymnasium - als Erprobungsstufe. Das bedeutet, dass nach der 6. Klasse ein Wechsel in jede andere Schulform möglich ist.

Schon ab Klasse 5 bereitet die Hauptschule jede Schülerin und jeden Schüler ihrem Alter entsprechend auf die berufliche Arbeitswelt vor und auf weitere schulische Bildungswege.

Das Lernen in Projekten wird gefördert. Die Erfahrungen und Interessen der Schülerinnen und Schüler werden miteinbezogen.

Im Wahlpflichtunterricht ab Klasse 7/8 - hier wird jahrgangsübergreifend unterrichtet - entstammen die Kurse dem Fächerangebot der Hauptschule. Ab dem Jahrgang 9 können die Schülerinnen und Schüler aus den erweiterten Angeboten in den Lernbereichen Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) und Arbeitslehre (Wirtschaftslehre, Hauswirtschaft, Technik) sowie Kunst wählen. Die Angebote sind so angelegt, dass alle grundlegende Einblicke, Kenntnisse und Fertigkeiten erhalten.

Ebenfalls ab Klasse 7 wird der Unterricht in Englisch und Mathematik in Fachleistungskursen durchgeführt. In den Grundkursen gibt es für langsamer Lernende oder für Schülerinnen und Schüler eine grundlegende Vermittlung des vorgegebenen Lernstoffes.

Im Erweiterungskurs wird das Lernangebot vertieft und ausgeweitet. Die Schülerinnen und Schüler werden also ihrem jeweiligen Leistungsvermögen gemäß unterrichtet. Wenn es sinnvoll erscheint, gibt es die Möglichkeit den Kurs zu wechseln, allerdings nur zu den Halbjahren und auch nur bis Klasse 8. Danach macht ein Wechsel zum Erreichen des höherwertigen Abschlusses keinen Sinn mehr. Wichtig ist bei der Differenzierung nur, dass jede Schülerin und jeder Schüler nach ihren oder seinen persönlichen Möglichkeiten lernen und Erfolg haben kann.

 

Welche Abschlüsse sind möglich?

 

An der Hauptschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I - wie in den anderen Schulformen- erreicht werden.

Wer die 9. Klasse der Hauptschule erfolgreich abschließt, erhält zunächst den Hauptschulabschluss. Je nach individuellem Leistungsstand besuchen dann die Schülerinnen und Schüler entweder die Klasse 10 Typ A oder die Klasse 10 Typ B.

Unterrichtsschwerpunkte der Klasse 10 Typ A sind die Naturwissenschaften und die Arbeitslehre. In diesen Lernbereichen erhalten die Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise Gelegenheit, ihre praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln. Damit wird zugleich eine intensive Vorbereitung auf die berufliche Arbeitswelt sichergestellt. Wer die Klasse 10 Typ A erfolgreich abschließt, erhält den Hauptschulabschluss nach Klasse 10.

Der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 ist Voraussetzung für die Ausbildung in einem Lehrberuf. Ein Hauptschulabschluss nach Klasse 9 kann auch Basis für eine berufliche Ausbildung sein.

In der Klasse 10 Typ B bilden die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik einen besonderen Unterrichtsschwerpunkt. Wer die Klasse 10 Typ B erfolgreich abschließt, erwirbt die Fachoberschulreife und - bei ent­sprechenden Leistungen - die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe.

 

Wie erfolgt die Berufswahlvorbereitung?

 

Ein wesentlicher Auftrag der Hauptschule ist die intensive und individuelle Berufswahlvorbereitung, die bereits in Klasse 5 altersgerecht begonnen wird. Neben speziell qualifizierten Lehrkräften stehen den Schülern auch ehren­amtliche Schulpaten zur Verfügung, die die Schülerinnen und Schüler beim Übergang zwischen Schule und Beruf persönlich betreuen und beraten. Dabei arbeitet die Hauptschule eng mit der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit und anderen Einrichtungen zusammen. Eine Förderung können Schülerinnen und Schüler auch durch die Berufseinstiegsbegleiter erhalten, ebenfalls ein Projekt der Bundesagentur für Arbeit. Schülerinnen und Schüler, die an diesem Programm teilnehmen, werden über drei Jahre von den Mitarbeiterinnen in Fragen der Berufsvorbereitung beraten und unterstützt.

Auch im Unterricht vermittelt die Hauptschule handfeste Hilfen, zum Beispiel für das Abfassen der Bewerbungen, für das Verhalten bei Vorstellungs­gesprächen und für Eignungstests.

Die Zusammenarbeit mit Betrieben am Ort und Betriebserkundungen tragen zu einem vertieften Einblick in die Arbeitswelt bei. Bereits in der Klasse 7 nehmen die Schülerinnen und Schüler am Girl`s Day / Boy`s Day (Mädchen in Männerberufen - Jungen in Pflegeberufen) teil und in der Klasse 8 kann ein freiwilliges Schnupperpraktikum für 5 Tage ausprobiert werden.

Von der Schule werden außerdem die beiden 3-wöchigen Betriebspraktika, in den Klassen 9 und 10 Typ B und das Jahrespraktikum in Klasse 10 Typ A, intensiv vorbereitet und betreut.

 

Wie findet die individuelle Förderung statt?

 

Über die gesamte Schulzeit unterstützen gezielte Fördermaßnahmen das Lernen der Schülerinnen und Schüler in der Hauptschule. Bis hin zur Einzel­förderung helfen solche Maßnahmen, Lernschwierigkeiten abzubauen und zu überwinden. Darüber hinaus werden angeboten:

Kurse für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Problemen im Lesen und Rechtschreiben, Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch und freiwillige Arbeitsgemeinschaften

 

Was leistet die Seiteneinsteiger-Klasse?

 

Für Schülerinnen und Schüler, die ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland kommen, bietet die Schule in einer Seiteneinsteiger-Klasse intensiven Deutschunterricht zum Spracherwerb an.

Altersgerecht werden die Schülerinnen und Schüler einer Stammklasse zuge­ordnet und nehmen - ihrem Sprachstand angemessen - später am Unterricht ihrer Stammklasse teil.

 

Wie ist die Schule in der Nachbarschaft eingebunden?

 

Schule ist mehr als Unterricht. In der Hauptschule gehört Lernen im und über den Stadtteil zum Unterrichtsalltag. Stadtteilorientiertes Lernen soll ständig den Zusammenhang zwischen Lernen und Leben, Unterricht und Alltag, Schule und Stadtteil herstellen.

Für Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, dass Unterricht nicht nur im Schulgebäude stattfindet, sondern dass sie auch  "draußen vor Ort" erkunden, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln. Somit wird die Lebens- und Arbeits­welt der Schulumgebung mit in den Unterricht der Hauptschule einbezogen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Schule im zweiten Jahr gemeinsam mit der Anne-Frank-Gesamtschule und der Heinrich-Pattberg-Realschule im Netzwerk  "Kulturagenten für kreative Schulen" sowie der gemeinsamen Kulturagentin auf dem Weg sind, kulturelle Bildung in den Schulalltag zu integrieren und am Ende den Titel  "Kulturschule" führen zu können.

 

<Quelle: Wegweiser zu den weiterführenden Schulen2013/14 der Stadt Moers, Fachbereich Schule und Sport>