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Tolle Ergebnisse beim kreativen Schreiben


Vier der vielen Autoren. V.l.n.r. Isabel, Mariam, Maurice, Daniel

Die Klasse 7a führte im Dezember ein besonderes Projekt im Deutschunterricht durch, das in einer kleinen Ausstellung in der Aula mündete.  In jeder Stunde wurde ein anderer Schreibimpuls vorgestellt, der dann zu einem freien Text verarbeitet wurde.

 

Los ging es mit einer Auswahl an ausgelegten Postkarten, aus denen ein Lieblingsmotiv gewählt werden sollte. Anschließend wurde die Cluster-Methode vorgestellt. Dabei wird ein Reizwort in die Mitte eines weißen Blattes geschrieben. Schnell und spontan sollten auf eine bestimmte Art Assoziationen aufgeschrieben werden. Aus diesen Stichworten konnte dann ein erster kleiner Text entstehen.

 

Ganz besonders viele Ideen kamen den SchülerInnen, als sie sich an ihre gemeinsame Klassenfahrt nach Ostfriesland erinnerten. So entstanden in Gruppenarbeit Gedichte mit einem Kehrvers, die sogar mit einer Musikuntermalung gerappt werden konnten.

 

Ebenfalls sehr beliebt war das Thema Freundschaft, zu dem recht persönliche und anrührende Texte entstanden. Passend zur Jahreszeit beschäftigte sich die Klasse dann mit dem Thema Weihnachten. Hier wurden witzige Ergänzungen zu jedem einzelnen Buchstaben des Begriffs gefunden.

 

Beim Thema „Wünsche“ wurde klar, dass nicht nur Materielles, sondern vor allem Dinge wie Zeit, Gesundheit, Zusammenhalt und Frieden wichtig sind.

 

Die nächste Aufgabe bestand darin, einen vorgelesenen Geschichtenanfang individuell weiterzuschreiben: Der kleine Beppo geht auf einen Hügel und lässt einen roten Luftballon mit einem Brief daran fliegen. Was passiert wohl als nächstes? Was steht in dem Brief und wo wird der Ballon landen? Hier zeigten alle großen Einfallsreichtum und schrieben eifrig die tollsten Geschichten auf. Mal stieg der Ballon bis in den Weltraum, mal erreichte er die verstorbene Oma, mal fand ein einsamer Junge einen Brieffreund. Sehr beliebt waren auch die Elfchen, kleine Gedichte aus elf Wörtern, die besonders interessant werden, wenn man sie gemeinsam mit anderen verfasst. Schließlich entstanden noch sinnlich-meditative Texte nach einem Spaziergang in einer entspannten Fantasiereise.

 

Den Abschluss bildete das Schreiben eines eigenen Märchens, in dem es von Prinzessinnen und kühnen Helden nur so wimmelte. Einige verlegten ihr Märchen auch kurzerhand in die Jetztzeit und ihren eigenen Freundeskreis, was ebenso erlaubt war. Denn das Besondere beim Kreativen Schreiben ist, dass alles erlaubt ist. Die Schreibimpulse dienen stets als Anregungen und nicht als Anleitung im strengen Sinne. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, und auch die Rechtschreibung soll hier einmal keine Rolle spielen. Es geht vielmehr darum, sich frei aus dem Innersten auszudrücken, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und sich anschließend an dem Ergebnis zu erfreuen. Im Schreiben kommt es zu einer vertieften Wahrnehmung von Sprache und Welt. Das Schreiben kann so als lebenslange Ausdrucksmöglichkeit entdeckt werden. Einige SchülerInnen trauten sich dann auch, ihren Text in der Klasse vorzulesen. Für die Präsentation an drei Stellwänden in der Aula wurden die Texte fehlerfrei abgetippt und mit Illustrationen verschönert. Zurzeit kann die Ausstellung der Klasse 7a noch besucht werden.

 

Uli Rauhut, 25.01.2017